
Das atomar/fossile
Imperium und der Widerstand Die Atomenergie wurde seit
den 1950er Jahren global mit rund 1.000 Mrd. US Dollar gefördert. Keine andere
Energieart hat eine so hohe staatliche Förderung erhalten. Eine gigantische
Subventionierung! Die EU fördern die Atomenergie seit 1957 über den
Gründungsvertrag EURATOM massiv in Milliardenhöhe über den gesamten EU Haushalt.
Die EU haben nach den uns zugänglichen Zahlen die Atomforschung von 1994 bis
2006 mit 3,7 Milliarden Euro gefördert. Dazu kommt die aktuelle
Atomforschungsdekade 2007 bis 2013 mit rund 3,1 Milliarden Euro. Der EURATOM
Vertrag hat die Atomwirtschaft seit 1957 mit rund 400 Milliarden Euro
öffentlichen Steuermitteln unterstützt. Die IEA (International Atom
Agency) schlägt in einem Gutachten für die G8 Staaten im Juni 2008 in Japan den
Bau von 1.400 neuen AKW vor und rechnet mit notwendigen Investitionen in Höhe
von 45 Billionen US Dollar, um den Klimawandel noch stoppen zu können.
Sie wollen nicht nur den Profit – sie
wollen die Macht!
Gartzweiler – Moorburg – Bochum,
Hauptsache die Kohle stimmt!
Vor diesem Hintergrund ist auch die
aktuelle Kohledebatte und die Planung und der Bau von 30 Kohlekraftwerken in der
BRD zu sehen. Die drohende Dezentralisierung der Energieproduktion durch
erneuerbare ökologische Kraftwerke soll um jeden Preis und ohne Rücksicht auf
Erderwärmung und Weltklima verhindert werden. Anti-Atom-Plenum Bochum FAX: 0234 9230931 _______________________________________________________________________________________________________
1956 konstituierte sich unter dem Vorsitz von Strauß die Deutsche
Atomkommission, die später in das Deutsche Atomforum überging und die bei weitem
einflußreichste Pro- Atom-Lobbyorganisation ist. Zu den Gründungsmitgliedern
zählten etliche Männer, die bereits während der Nazidiktatur hohe Ämter
bekleidet hatten. Unter anderem waren dies:
Hermann Abs (Deutsche Bank, vorher Wehrwirtschaftsführer) Hans Boden (AEG,
vorher Beauftragter für Wirtschaftsfragen in Ungarn) Hermann Reusch
(Gutehoffnungshütte, vorher Generalbevollmächtigter für Wirtschaftsfragen im
besetzten Jugoslawien) Karl Winnacker (Höchst, vorher im Vorstand der IG Farben)
Otto von Bismarck (vorher Gesandter Nazi-Deutschlands in Rom) Heinrich Röhrs
(Howaldtswerke, vorher ranghohes SS-Mitglied). Das in dieser Tradition und der
Option auf die Atombombe entstandene Denken beherrscht immer noch die Debatte in
der Energiewirtschaft. Die Verzahnung der 4 Energiemonopolisten und der Politik
hat sich nicht geändert.
Die Rolle unserer Stadtwerke und unsere Möglichkeiten Einfluss in diesem
globalen Spiel zu nehmen möchten wir in dem fossilen Komplex dieser
Veranstaltung diskutieren.Das Anti-Atom-Plenum Bochum hat eine neue Adresse:
c/o Soziales Zentrum
Josephstr. 2
44791 Bochum
Mail: info@akw-nee.deAtomkraftwerke
als saubere Alternative zur Energieerzeugung?
Die Atommüllspirale beginnt mit der weiträumigen Verseuchung beim Abbau des Uranerzes in Afrika oder auf indigenem Land in Kanada und Australien. Auch in Deutschland lassen sich die katastrophalen Folgen des Uranabbaus erkennen. In Thüringen und Sachsen, wo zu DDR Zeiten Uran gefördert wurde sind riesige Areale verseucht und ca. 7000 Beschäftigte an durch Radongas ausgelösten Lungenkrebs erkrankt oder gestorben. Das bei der Unranförderung frei werdende Radon schädigt darüber hinaus die Erdatmosphäre genau wie CO2. Eine Umweltbilanz die alle Faktoren bei der Produktion von Atomstrom berücksichtigt, inkl. den immensen Energieverbrauch der für Förderung, Transport, Produktion von Brennelementen und Entsorgung notwendig ist, kommt zu niederschmetternden Ergebnissen für diese Art der Energieerzeugung.
Die erste Weiterverarbeitung in Deutschland geschieht in der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau.
Uran als Brennstoff
und Waffe
In Gronau offenbart sich nicht nur die Lüge vom Atomausstieg, sondern gleichfalls
die dumpfe Phrase von der ?friedlichen Nutzung der Kernenergie?.
In Gronau entsteht bei der Urananreicherung nämlich quasi als Abfallprodukt
abgereichertes Uran. Von diesem Stoff wurden etwa 350 Tonnen als Uranmunition
während des Golfkriegs 1991 gegen den Irak eingesetzt, die Radioaktivität stieg
in den betroffenen Gebieten auf das bis zu 84-fache (gegenüber ?normal?) und
die Zahl der schwer fehlgebildeten Neugeborenen verhundertfachte sich. 1999
schoss die NATO, also auch die Bundeswehr unter Rosa-Olivgrün in 100 Angriffsflügen
mit A-10-Flugzeugen rund 31.000. Geschosse mit insgesamt 10 Tonnen abgereichertem
Uran auf Jugoslawien ab. Dieses Land wurde übrigens zum 3. Mal in diesem Jahrhundert
(1914-1998) von deutschen Armeen angegriffen. Die Partei der Grünen hatte an
diesen radioaktiven Uranbomben lediglich auszusetzen, dass ja deutsche Soldaten
gesundheitlich geschädigt werden könnten.
Atomare Erstschlagsstrategien werden offen diskutiert und der Einsatz von sogenannten Mininukes für zukünftige Kriege in die militärische Planung ernsthaft mit einbezogen.
Aktuelle Untersuchungen in der Umgebung des Atomkraftwerkes Krümel zu den dort gehäuft auftretenden Leukämiefällen besonders bei Kindern deuten darauf hin, dass hier Versuche mit diesen Miniatombomben gemacht wurden und es dabei zu einer nicht geplanten Explosion kam.
Vom
Castor zur Bombe
Der deutsche Atommüll wird in den Plutoniumfabriken "Wiederaufarbeitungsanlagen"
in Sellafield(GB)
oder La
Hague(F) verarbeitet. Das dabei anfallende Bomben - Plutonium war
in den 50er und 60er Jahren der einzige Grund, die Atomtechnik durch massive
staatliche Subventionen überhaupt erst zu ermöglichen. Der Vorgänger des Kandidaten,
Rechtsextremist F.J. Strauß war einer der führenden Protagonisten des bundesdeutschen
Atomprogramms.
Der im November anstehende Castortransport nach Gorleben wird auch dieses Jahr wieder Schwerpunkt der Proteste dieser Politik vom Versprechen zum Verbrechen entgegenzutreten!